© Gerard van Smirren

E.L. Doctorow

Heute schrieb ich für die Zeit einen Nachruf auf E.L. Doctorow.

Unterwerfung

Nur als Hinweis.  Dieser Beitrag von mir über das verzwickte Verhältnis zwischen Schuld und Schulden erscheint heute. Ein guter Anlass offenzulegen, dass ich über diese Beziehung auch aus privaten Gründen nachzudenken hatte. Am Ende waren drei familiäre Bindungen auf Dauer zerstört, obschon die Schulden auf Heller und Pfennig getilgt waren. Was bleibt, ist nicht bezifferbar.

Zur Besiedelung durch Wahn freigegeben. Über den Roman „Rönum“

Wind. Wasser. Nebel. Wahn. Was die einen als Reiseziel betrachten, treibt andere in die Flucht. Ein Autor schrieb über die Gegend, nahe der Nordsee: „Wer diesen Landstrich zur Besiedlung freigegeben hat, gehört erschossen.“ (Hinrich von Haaren, Brandhagen) Einer dieser anderen, der vor langer Zeit die Flucht ergriffen hatte, kehrt zurück und übernimmt das Reisebüro seines Vaters. Weiterlesen

Amrum. Arbeitstagebuch 2

Der Regen bleibt mir gewogen und setzt erst ein, wenn ich schon auf dem Weg zurück vom Strand und den Dünen bin. Heute gab es immer wieder Gelegenheiten, für ein paar Minuten mich in die Sonne zu setzen, ein kaltes Vergnügen bei einer Windgeschwindigkeit von 37 km/h. Die Besprechung zu Martin Burckhardts Roman ist fertig. Er ist mehr als ein Theorie-Roman. Ein Spielroman. Weiterlesen

Amrum. Arbeitstagebuch 1

Ich reise an einen Ort meiner Kindheit. Die Fahrt dauert etwas über sieben Stunden. Bus, Bahn, Bahn, Bus, Schiff, Bus. Die Erinnerung springt zurück in den Sommer 1964. An die große erste unerklärte Liebe. B., die herbe Reiterin, der ich im Weißdornbusch von dem elenden Tod unserer Hündin erzählte, für die ich plötzlich ganze Stücke auswendig spielen konnte, die ich vorher nur vom Blatt gespielt hatte. Vom Hüttenbauen in der Burg (dafür mussten die Kinder in den Treibholzhütten auch ihren Mittagsschlaf halten). Vom nächtlichen Krabbenpulen. Von den Robinsontagen in der Heide, wo wir Pfifferlinge und Blaubeeren sammelten und immer mal wieder eines der zahllosen Kaninchen mit einer Prise Salz zu fangen versuchten. Vom Akrillspiel in den Riesendünen. Die unblutigsten Geiselbefreiungen der Weltgeschichte. Weiterlesen

Miniaturen (3)

Aus Nordkorea ist zu vernehmen, dass Kim Jong-un seinen Verteidigungsminister mit einem Flakgeschütz exekutieren ließ.  Die Gründe tun fast nichts zur Sache. Irgendwie ist doch jeder mal ein bisschen illoyal. Schläfrig zu sein bezeugte ein Ausmaß an Vertrauen, das von außen betrachtet in Nordkorea am unwahrscheinlichsten wirkt. Vermutlich war es eher Übermüdung, die Hyon Yong-chol befallen hatte. Weiterlesen

Abschied von Walter Foelske

Heute erfuhr ich, dass Walter Foelske gestorben ist.

Sein letzter Brief erreichte mich an meinem Geburtstag im Jahr 1993. Zwischen 1979 und 1993 hatte sich zuvor ein wahrhaft stürmischer Briefwechsel entwickelt, zwischen dem 45jährigen Autor und seinem lektorierenden über zwanzig Jahre jüngeren Verleger. Auf das Buch, seine Prosa-Sammlung „Anatomie eines Gettos“ war ich stolz, weil wir aus einem Zustand steilsten Nichtzueinanderfindens, einen Ton, den er in Jahrzehnten der Verzweiflung und Besessenheit als Betriebsmodus für sich erobert hatte und aus dem herauszukommen ich ihm durch synkopische minimalistische Widerstände half, zu einer Arbeitsbeziehung fanden, zu der mein früher Besuch im Spätsommer 1979 in Köln beitrug, wo er zeit seines Lebens in einer Siedlung aus den 30er Jahren gewohnt hatte. Weiterlesen

Miniaturen (2)

 

Die FAA erteilt der Indignitas Airline die Lizenz für Absturzflüge in abgelegene Täler der Rocky Mountains, wahlweise gehts auch in die Anden. Die Social Media-Abteilung von Indignitas sammelt Footage ohne Ende und hat durch billionenfache Clicks Buzzfeed abgehängt. Weiterlesen

Miniaturen (1)

Ich lese gerade mit großem Vergnügen von Lewis Dartnell „Das Handbuch für den Neustart der Welt„. Zu Beginn beschreibt er, wie wir uns die postapokalyptische Welt vorzustellen haben, wie lange es dauert, bis nach dem schlagartigen Tod von mehr als 90 Prozent der Weltbevölkerung die Städte, Infrastruktur zerfallen, wie es um die Chancen bestellt ist, nach der Katastrophe nicht ganz bei Null neu anzufangen. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass, nachdem der letzte Supermarkt, die vorletzte Konservendose geknackt ist, nicht viel Anderes übrig bleibt, als den zähen Weg über die Landwirtschaft im Stil der Vierfelderwirtschaft von neuem zu beschreiten. Weiterlesen

Liebeserklärung aus dem Archiv

Den Anlass zum Griff ins Archiv gab ein Hinweis Goncourts. Das Feature ist noch bis zum 18. Februar in der Mediathek zu sehen.

Das Dokument umfasst drei leicht vergilbte Seiten. Ausweislich des Briefkopfes wurde es am 15. Oktober 1980 verfasst. Das Briefpapier gibt als Absender die rosa Winkel Verlags- und Versand GmbH an. Das Dokument scheint schlecht archiviert. Gelocht, maschinengeschrieben mit zahlreichen handschriftlich korrigierten Fehlern. Da es erkennbar mit einer kraftvoll durchschlagenden Schreibmaschine geschrieben worden sein muss, besteht Grund zu der Annahme, dass es sich bei diesem Brief an Ronald M. Schernikau um das offenbar nie abgesandte Original des Briefs handelt. Wäre der Brief abgeschickt worden, befände sich an der Stelle in der Akte nur die verblasste Kopie des Durchschlagpapiers. Die handschriftliche Aufforderung „bitte zurück!“ dokumentiert, dass der Brief – wem auch immer! – leihweise überlassen wurde.

Der Wortlaut erweckt den Eindruck, als sei der Brief in rasender Eile verfasst worden. Die Syntax ist verworren (nicht fehlerhaft), wirkt etwas überbordend,  eruptiv, kontrastiert mit anderen Passagen, die eher bürokratisch, wie ein juristischer Vorhalt verfasst klingen. In dem Verfasser muss sich etwas angestaut haben, ohne dass er – jenseits der vorgebrachten Argumente – selbst im Bilde darüber gewesen sein dürfte, was ihn tatsächlich dazu bewogen hatte, den Brief zu verfassen und sodann ihn nie abzuschicken. Als Dokument bezeugt der Brief den Akt einer Selbstzensur, den Versuch einer Affektkontrolle. Der Versuch ist gescheitert. Läsen wir den Brief in ähnlich rasender Eile, wie er verfasst worden ist, fiele uns nur der Suada-Sound auf, infolge des Sounds und der verstiegenen Syntax legten wir ihn vermutlich etwas angewidert beiseite und er wäre schon bald wieder vergessen. Weiterlesen

Merkur

Das lange Schweigen hat sein Ende. Manche Gründe gab es, gute, schlechte. Ein Ergebnis ist anfang März in der von Jo Lendle und Clemens Setz herausgegebenen neuen Ausgabe der akzente zu besichtigen. Darin schreibe ich über das Lebenswerk des japanischen Autors Shozo Numa, den Roman Yapou, menschliches Vieh.

Anlasslos zu schreiben erfordert übrigens auch einen Widerstand gegen Anlässe, zu denen meistens schon mehrfach alles von fast allen gesagt worden zu sein scheint.  Mir geht es eher um Interventionen, die unerwartet, aus einem schrägen Blickwinkel oder als Zwischenruf die eigenen Widerstände gegen das Schreiben durchlässig machen, einer begeisternden Lektüre folgen oder eigene Anlässe herbeiführen.

Seit einiger Zeit beobachte ich mich dabei, mir auf die Finger zu hauen, wenn ein elektrischer Schreibimpuls durchbricht, von dem nichts Gutes zu erwarten ist. Das gilt für unterbliebene Reaktionen auf die Zeitschrift Cicero, ein Magazin (einschließlich seines Ablegers im Netz), das sich dazu entschlossen hat, provokativ seicht im Trüben zu fischen, in wahlverwandtschaftlicher Nähe zu Titeln, die man nicht mal mehr nennen mag. Nur noch krawallgebürstet, in der Syntax verludert, im Denken einer Lagerlogik zugetan, die abstößt. Fast müsste man in Verteidigung ihres Namensgebers eine Titelschutzklage erwägen, um den zweifelhaften Missbrauch Ciceros nicht weiter durchgehen zu lassen. Nur wer wäre dazu klageberechtigt? Vielleicht Winfried Stroh.

Ganz anders geht es mir mit dem Merkur. Weiterlesen

Frohe Weihnachten!

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W. (den wir früher Wuffwuff nannten), Tuli, der auf dem Weg zur großen Reportage noch viele Herausforderungen zu meistern hat, und die Hunde Zara, Anti, Moni, Dio und Luzi wünschen zusammen mit Josefina Capelle und Hans Hütt Frohe Weihnachten aus der nur für unsere Leserinnen und Leser verschneiten Hasenheide.

Kynästhesie. Und anderes

Heute erscheint bei den Krautreportern der Prolog zur Graphic Novel Kynästhesie von Josefina Capelle und Hans Hütt.

Das erklärt vielleicht auch, warum das Bloggen hier etwas rar geworden ist. Gestern erreichte mich die sehr ehrende Einladung zu einem Essay, über den ich anfang Januar nächsten Jahres mehr mitteilen kann.

Endlich hüpfe ich nun wieder geheilt durch die Welt, statt wie die letzten neun Wochen nur hinkend zu schleichen. Das Sitzfleisch ist nachgewachsen und die Sehnen sind wieder gedehnt.

So hat sich auch das Sehnen gelohnt.

 

Angst vor der Gleichheit (Kurzfassung)

Ein Fanal

Am Montag veröffentlicht er auf seinem Blog ein Abschiedsmanifest. Am Dienstagnachmittag geht er in den für Besucher um diese Zeit gesperrten Chor von Notre-Dame, legt den Abschiedsbrief auf den Altar und erschießt sich. Dominique Venner, der Theoretiker der französischen Rechtsradikalen, setzt damit ein Fanal, nur wenige Tage vor der nächsten Großkundgebung am darauf folgenden Sonntag. Am Abend des Suizids grölen Rechtsradikale vor der Statue von Karl dem Großen das Landsknechtslied. Eine Strophe darin lautet:

Doch Furcht, die ist uns unbekannt,
Wie auch die Würfel liegen.
Wir kämpfen für das Vaterland
Und glauben, dass wir siegen.

In der politischen Folklore können wir das Lied mit dem berüchtigten Lied eines anderen wild gewordenen deutschen Katholiken vergleichen. Es ist nur ein paar Jahrhunderte jünger. Es zittern die morschen Knochen.

Die Geschichte spielt verrückt. Der in den Straßen von Paris randalierende Mob singt die Marseillaise. Gegen Freiheit. Gegen Gleichheit. Gegen Brüderlichkeit. Kaum macht die Nachricht vom Suizid Venners die Runde, bekundet Marine Le Pen via Twitter ihren Respekt. Weiterlesen

Michael-Althen-Preis 2014

Ich war schon sehr verblüfft, als ich gestern Nachmittag von Claudius Seidl die Nachricht erhielt, dass ich den diesjährigen Michael-Althen-Preis der FAZ erhalte. In der Shortlist wirkte ich wie ein absoluter Außenseiter, was einem Text über Außenseiter als Resonanzkörper gut zu Gesicht steht. Natürlich fühle ich mich auch geehrt, ja, sogar sehr geehrt.

Als mir Claudius Seidl dann den Ablauf der Preisübergabe am nächsten Mittwoch schilderte, stand an letzter Stelle der Vortrag des preisgekrönten Texts durch ein Ensemblemitglied des Deutschen Theaters. Das wäre bei über 37.000 Zeichen nicht gut ausgegangen, denn das Publikum hätte mich spätestens nach einer halben Stunde gelyncht. So gibt es am Mittwochabend eine von mir auf zuträgliche Kürze redigierte Fassung.

Es ist nicht der erste Preis, mit dem ich für journalistische Arbeit ausgezeichnet werde. Das war 1970 der Preis für die beste Schülerzeitung in NRW, den unsere Comene aus Düsseldorf-Oberkassel zusammen mit der Solinger Schülerpresse vom damaligen NRW-Kultusminister Jürgen Girgensohn erhielt.

Ich freue mich auch darüber, weil ich im Begriff bin, zusammen mit der argentinischen Künstlerin Josefina Capelle die ersten Episoden unserer kynästhetischen Graphic Novel zu schreiben, und dieser Preis unserer Arbeit etwas Rückenwind geben wird. Die erste Folge gibt es ab dem 22. Oktober bei Krautreporter. Der Prolog erscheint am kommenden Mittwoch.

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Das war ein erhebender Abend.

Weddings and Beheadings

Der Text ist von Hanif Kureishi. Er könnte nicht prägnanter davon erzählen, wie der Terror  im Alltag eines Filmemachers heimisch wird.

Distanz als Lernprozess

Ein Gastbeitrag von Tilo Jung

Der Titel dieses Blogeintrags verwundert, wenn man „Jung & Naiv – Politik für Desinteressierte“ kennt. In meiner Rolle spiele ich einen jungen Journalisten, der einen Journalisten spielt. Das versteht nicht jeder. Das könnte mir egal sein, wenn mir nicht in jüngster Zeit Vorwürfe gemacht worden wären, die ich so nicht stehen lassen kann. Was die Gäste meiner Show sagen und wie sie dazu kommen, etwas zu sagen, das macht meine Rolle so spannend und das ermöglicht erstaunliche Augenblicke der Wahrheit. Es erfordert von mir ein spielerisches Verhalten, das mit dem, was ich selbst für politisch richtig oder falsch halte, nichts zu tun hat. Weiterlesen

Angst vor der Gleichheit

Vorbemerkung

Den folgenden Text habe ich am 30. 29. Januar 2014 in rasender Eile niedergeschrieben. Am nächsten Tag trug ich ihn bei einer Veranstaltung der Queer Lectures im taz-Café vor. Der Text erfüllt infolge der Technik der nicht redigierten Niederschrift die formalen Kriterien eines Blogeintrags. Vielleicht erscheint er eines ferneren Tages auch als dann dafür redigierte Veröffentlichung.  Die Vorgeschichte führt über ein Jahr zurück, als in Frankreich und Italien ein Essay von Giorgio Agamben für Verwirrung sorgte. Er hatte damals in Nachfolge Alexandre Kojèves darüber nachgedacht, in welcher politischen Konstellation auf die europäische Krise zu reagieren sei. Wenige Wochen später nahm sich Dominique Venner vor dem Altar von Notre-Dame das Leben und widmete seinen Tod dem Kampf gegen die mariage pour tous.

Ich werde heute nicht als Chronist reden. Ich werde (fast) nichts erzählen über Gewalttäter, über miserable Gesetze, über Richtersprüche, über Kardinäle oder Päpste (wir haben ja gerade zwei davon). Ich werde heute Abend auch keine Exegese jener allzu geläufig und routiniert klingenden, irgendwie alle und niemanden eingemeindenden Buchstaben LGBTI* vornehmen. Warum unterscheidet sich diese Abkürzung so wenig von den Markenzeichen tiefergelegter Automobile? Das sind wir doch nicht, meine Lieben. Gefährten schon. Nur ist das etwas Anderes. Weiterlesen

Instant biographer

Im Unterschied zu Pulverkaffee ist die Arbeit einer Nachrufautorin, zumal dann, wenn sie für die letzte Seite des Economist schreibt, für die Nachwelt voller Wunder.

Routinen, mithin also auch die Wechselfälle eines schlecht gewählten Todeszeitpunkts, entscheiden darüber, welcher liebe Tote es ins Blatt schafft. Das entscheidet man montags. Dienstags wird poliert. Ich versuche mir vorzustellen, welcher Reiz für einen Autor wie Rüdiger Safranski darin läge, in zwei Tagen zu schreiben, wofür er sonst Jahre braucht, welche ungeheure Erleichterung darin läge, wie mit einem Federmesser wegzuschneiden, was den klaren letzten Blick auf die verstorbene Person trüben könnte. Nicht 752 Seiten, wie über Goethe, sondern maximal  5.200 Zeichen, nicht Jahre über Jahre, sondern ein Tag, eine Nacht und noch einen halben Tag. Dann kannst Du Dich von diesem Tod erholen und den nächsten auf Dich zukommen lassen. Weiterlesen

Verlustanzeige

Der Tod Frank Schirrmachers ist eine Zäsur.

Der große Mann ist ein öffentliches Unglück, schreibt Edo Reents. Der Verlust dieses großen Mannes ist ein Unglück für unsere Zeit, der das Phänomen des Phantomschmerzes fehlt, um ermessen zu können, was ihr durch Schirrmachers Tod abhanden gekommen ist: ein Spieler und Gegenspieler, ein Spurenleser, ein Seismograph mit einem Gespür, das auch feinsten Schwingungen den Schritt voraus war, der erst Verstehen in dem umfassenden Sinn dieses Wortes ermöglicht.

Egal zu welcher Tages-, Abend- oder Nachtzeit man ihn erreichte, er glühte auf, weil er das Elektrisierbarsein verkörperte, für Themen und Anregungen offen war, die in der versäulten deutschsprachigen Medienwelt auf dem Weg durch zuständige Ressorts fast unrettbar verloren gegangen wären.

Um sich herum hatte er ein weltweites Netzwerk feinster Verknüpfungen ins Leben gerufen, das wie eine Galaxie mit ihm als jungem Braunen Zwerg verstanden werden könnte, kein Zentralgestirn mit geordneten Umlaufbahnen, kein Trabant, sondern eine verkörperte Fusionsenergie, die ihn nährte, weshalb es aus dieser Logik Ehre bezeugte, von ihm als Oberkonfusionsrat bezeichnet zu werden.

Was wird nun aus dem nicht mehr durch seine Präsenz geordneten Versprechen der um ihn versammelten Talente? Gehen sie verloren, mit ihm dahin? Wer fängt sie auf und bindet sie ein in ein neues Kraftzentrum, das den von ihm eingeschlagenen Kurs auf die dazugehörige unvorhersagbare Weise weiter führt?

Ich habe Frank Schirrmacher mehr zu verdanken, als die schmale Sichtbarkeit einiger Beiträge im Blatt dokumentieren kann. Es begann mit einem späten Debüt in einer für mich sehr schwierigen Zeit.

Dafür danke ich ihm, bestürzt, traurig und erschüttert.

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