© Gerard van Smirren

Michael-Althen-Preis 2014

Ich war schon sehr verblüfft, als ich gestern Nachmittag von Claudius Seidl die Nachricht erhielt, dass ich den diesjährigen Michael-Althen-Preis der FAZ erhalte. In der Shortlist wirkte ich wie ein absoluter Außenseiter, was einem Text über Außenseiter als Resonanzkörper gut zu Gesicht steht. Natürlich fühle ich mich auch geehrt, ja, sogar sehr geehrt.

Als mir Claudius Seidl dann den Ablauf der Preisübergabe am nächsten Mittwoch schilderte, stand an letzter Stelle der Vortrag des preisgekrönten Texts durch ein Ensemblemitglied des Deutschen Theaters. Das wäre bei über 37.000 Zeichen nicht gut ausgegangen, denn das Publikum hätte mich spätestens nach einer halben Stunde gelyncht. So gibt es am Mittwochabend eine von mir auf zuträgliche Kürze redigierte Fassung.

Es ist nicht der erste Preis, mit dem ich für journalistische Arbeit ausgezeichnet werde. Das war 1970 der Preis für die beste Schülerzeitung in NRW, den unsere Comene aus Düsseldorf-Oberkassel zusammen mit der Solinger Schülerpresse vom damaligen NRW-Kultusminister Jürgen Girgensohn erhielt.

Ich freue mich auch darüber, weil ich im Begriff bin, zusammen mit der argentinischen Künstlerin Josefina Capelle die ersten Episoden unserer kynästhetischen Graphic Novel zu schreiben, und dieser Preis unserer Arbeit etwas Rückenwind geben wird. Die erste Folge gibt es ab dem 22. Oktober bei Krautreporter. Der Prolog erscheint am kommenden Mittwoch.

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Das war ein erhebender Abend.