© Gerard van Smirren

Aufwachen

Nun gehört es zu den täglichen Routinen des Lebens mit Hund, am frühen Morgen, dieser Tage wirklich früh, durch die Straßen an vielen geöffneten Fenstern vorbeizulaufen, und heute fiel mir auf, dass der Klang der Wecker monoton geworden ist, als gäbe es nur noch den einen, der sich nicht durch das Schepperschrillen der alten Blechkameraden, sondern durch ein fast kardiologisches Fiepen auszeichnet, das die meisten nicht von allein aufwachenden Menschen in Intervalleinstellung über sich ergehen lassen, ohne beim ersten (oder xten) Mal aus den Federn zu springen. Was hätte Jacques Tati daraus gemacht oder Claude Faraldo? Es defibrilliert auf hunderten von Metern, als spräche daraus insgeheime Sehnsucht nach mächtigen Sirenen.