© Gerard van Smirren

Schäubles Rennen gegen sich selbst

Die Idee des Sportmärchens verdanke ich Ödön von Horváth. Heute Abend zeigt die ARD ein Filmporträt von Stephan Lamby über Wolfgang Schäuble. Für Zeit Online habe ich mir den Film angesehen.

Vor fünf Jahren habe ich in meinem alten Blog auch über Lambys Porträt Peer Steinbrücks geschrieben.

Das Lachen des Grauens

So ein Hundstagemorgen. Noch plätschert am schläfrigen Ohr die Presseschau des Deutschlandfunks vorbei. Die Themen wie die ausgesuchten Zitate wirken wie im Schlaf vorhersagbar. Dann bittet Moderator Christoph Heinemann einen Kollegen um ein paar Beispiele aus Social Media Kommentaren zum Thema Flüchtlinge. Leider ist auch dieses Grauen bereits zu geläufig. Es ist der Vorspann zu einem Interview mit Frauke Petry. Das Transkript macht das Besondere dieses Interviews nicht hörbar. Der Link führt auch zur Audiodatei. Weiterlesen

Egon Bahr

In der SPD war er ein Titan, der seinen Ruf nicht den Lagern der einen oder anderen Richtung verdankte, sondern dem Verstand, der Umsicht, der Prägnanz, mit der er politische Aufgaben in den Blick nahm und adressierte. „Wandel durch Annäherung“ – das war eine politische Vision, die Europa und die Welt verändern half. Es dauerte Jahrzehnte, aber bezeugte, was eine Vision vermag. Weiterlesen

Maschinenschaden

Das Stück habe ich heute für die Politik-Redaktion von Zeit online geschrieben.

„Der eigentliche Verrat“

Diesen Beitrag schrieb ich für Zeit Online. Ich bin darin auf die lateinische Wortwurzel tradere zurückgegangen, weil die lateinische Herkunft, anders als die deutsche, einen Aspekt der Zivilisationsgeschichte illustriert, der im Kontext der deutschen Begriffsgeschichte des Verrats fehlt oder verloren gegangen ist: dass im Festhalten oder der Weitergabe von Tradition eine gesellschaftliche Übereinkunft erkennbar wird.  Im deutschen Kontext des Verrats schwingt eine andere Idee von Treue mit, die obrigkeitlich bzw. feudal codiert ist, als eine Figur der Unterwerfung. Weiterlesen